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Die Zukunftsfabrik
"Willkommen in der Fabrik der Zukunft!"
Im Mai 2000 wurde die Zukunftsfabrik der Wasserkraft Volk AG in Gutach bezogen. Sie ist die erste Schwermaschinenfabrik Deutschlands, die vollständig energieautark und CO2-emissionsfrei arbeitet.
Das "Herzstück" der Fabrik ist die eigene Wasserkraftanlage, die mit 320 kW Leistung (erzeugt durch zwei WKV-Francisspiralturbinen) nahezu den gesamten internen Energiebedarf abdeckt. Strom, der nicht von der Fabrik benötigt wird, ca. 900 000 kWh jährlich, wird in das öffentliche Netz eingespeist. Zusätzlich werden weitere regenerative Energiequellen wie Solarenergie und Erdwärme genutzt.
Wesentlicher Bestandteil zur Erzeugung der notwendigen thermischen Energie ist das ressourcenschonende Heiz- und Energiekonzept, das komplett auf fossile Brennstoffe verzichtet. Die Turbinenabwärme sorgt zusammen mit der Wärmepumpe für das Beheizen der Räume. Das vollständig gemäß dem Niedrigenergiestandard errichtete Gebäude ist optimal auf die Sonne ausgerichtet. Die Dachbegrünung sorgt darüber hinaus für ein ausgeglichenes Mikroklima.
Auch beim Bau der Zukunftsfabrik wurde großer Wert auf eine umweltverträgliche Ausführung gelegt. So ist zum Beispiel nur einheimisches Holz verwendet worden, sofern aus statischen Gründen nicht auf Stahl und Beton verzichtet werden konnte.
Zum ökologischen Gesamtkonzept zählt auch die Regenwassernutzung für die Brauchwasserbereitstellung. Regenwasser, das hierfür nicht benötigt wird, versickert in extra dafür vorgesehenen Flächen und wird so wieder dem natürlichen Kreislauf zugeführt.
Im Zuge des Baus der Wasserkraftanlage, die als Demonstrationsobjekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wurde, ist der speziell genutzte Abschnitt der Elz wieder für die Fischwanderung durchgängig gemacht worden. Damit konnten für die zukünftige Rückbesiedlung von Lachs optimale Verhältnisse geschaffen werden. Die WKV AG bewies damit, dass die Wasserkraftnutzung an einem, aus Sicht des Naturschutzes, wertvoll eingestuften Fließgewässer umweltverträglich möglich ist. Auf einen maximalen Ausbau der Leistung der Wasserkraftanlage ist zu Gunsten der Ökologie bewusst verzichtet worden.
Das Projekt Zukunftsfabrik hat Akzente gesetzt. Heute ist die Zukunftsfabrik weit über den regionalen Raum hinaus bekannt und stößt in der Öffentlichkeit auf ein großes Interesse. Die umfangreiche Berichterstattung in den Medien und die unzähligen Besucher beweisen dies.
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1. Mai 2000: Die Zukunftsfabrik wird eröffnet.
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Chronik der Zukunftsfabrik
| Januar 1999 |
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Erteilung des Planungsauftrags an das Bleibacher Architektur- und Ingenieurbüro "Werkgruppe 1". |
| März 1999 |
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Einreichung der Unterlagen bei den Genehmigungsbehörden. |
| 27. April 1999 |
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Genehmigung für den Bau der Zukunftsfabrik mit der integrierten Wasserkraftanlage an der Elz. |
| 1. Mai 1999 |
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Erster Spatenstich und "Grundbaumpflanzung". |
| Mitte Juni 1999 |
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Beginn der Bauarbeiten. |
| Dezember 1999 |
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Hochwasser und Orkan "Lothar" gefährden akut den Neubau. Glücklicherweise entstehen keine ernsthaften Schäden. |
| 29. Dezember 1999 |
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Probebetrieb beider WKV-Francisturbinen. |
| 31. Dezember 1999 |
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Um 16.00 Uhr verlassen die letzten Handwerker die Baustelle. Die Produktionshalle ist indessen für das Millenniumsfest bestuhlt und geschmückt worden. Mit vielen Gästen und einem umfangreichen Festprogramm wird um Mitternacht angestoßen – in einer atomstromfreien Zone! |
| Januar bis April 2000 |
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Installation der restlichen Haustechnik. |
| Ende April 2000 |
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Die Außenanlage wird fertiggestellt. |
| 1. Mai 2000 |
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Mehrere tausend Besuch besichtigen und bestaunen die Zukunftsfabrik anlässlich eines Tages der offenen Tür. Als Gastredner spricht der Fernsehjournalist Dr. Franz Alt zum Thema "Die Energiewende kommt...". |
| 17. Mai 2000 |
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Verwaltung und Firmenleitung nehmen ihre Arbeit in der Zukunftsfabrik auf. |
| 8. November 2003 |
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Die WKV AG erhält den Deutschen Solarpreis 2003 in der Kategorie "Unternehmen". Gewürdigt wurde der Bau und Betrieb der ersten CO2-freien Plus-Energie Schwermaschinenfabrik in Europa: Die Zukunftsfabrik der WKV AG. |
Seither besichtigten mehrere tausend Menschen aus der ganzen Welt die Zukunftsfabrik in Gutach, zuletzt eine Regierungsdelegation aus Japan.
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